Geteilte Welten

Geteilte Welten

Geteilte Welten ist ein Hörspaziergang, eine klangliche Intervention in die Erinnerungslandschaften des Berliner Tiergartens und ein künstlerisches Forschungsprojekt von Miriam Schickler.

Das Wort "geteilt" hat zwei sehr gegensätzliche Bedeutungen. Es bedeutet sowohl etwas aufzuspalten, zu fragmentieren, als auch gemeinsam an etwas teilzuhaben. Geteilte Welten sind demnach Welten, die sowohl von einander getrennt sind, als auch gemeinsam bewohnt werden, denn trotz ihrer Trennung durch disziplinäre Kategorisierung, Kodifizierung und Fragmentierung, die die systemische Herrschaft aufrechterhalten, überschneiden sich diese Welten.

The audiovisual work “interspaces” constitutes a prelude to the audiowalk.

Geteilte Welten liest die verschiedenen Holocaust-Denkmäler sowie andere öffentliche Stätten in Berlin-Tiergarten durch einander in ihren unterschiedlichen Verflechtungen. Dabei wird besonders darauf geachtet, was ausgeschlossen wird und was Bedeutung erlangt, wie Unterschiede in der Welt geschaffen werden und welche besonderen Auswirkungen sie auf die Subjekte, ihre Leben und Körper heute haben.

Die Verwendung von Klang als Hauptmedium und -material bietet eine Möglichkeit, sich auf das zu beziehen, was jenseits des Sichtbaren liegt, auf die Macht, die die Erinnerungskultur strukturiert. Durch das Oszillieren zwischen verschiedenen Formen des Wissens und der Wahrnehmung hofft Geteilte Welten, Möglichkeiten eines anderen, gemeinschaftlichen Gedenkens zu formulieren.